Am 6. April 1994 bricht in Ruanda ein beispielloser Gewaltakt los. Die Hutu starten einen Angriff auf die Tutsi, ein Volk, das sich in der Minderheit befindet. Ihr Ziel ist es, die Tutsi auszulöschen. Jacqueline, eine junge Mutter und Tutsi, entkommt den Häschern knapp, aber ihre Kinder schaffen es nicht. Jacqueline ist verängstigt, traumatisiert. Sie versteckt sich im Dschungel, wo sie auf einen anderen Überlebenden trifft …

1994 sorgte der Völkermord an hundertausenden von Tutsi und gemäßigten Hutu in Ruanda für scharfen internationalen Protest und weltweite Empörung. Nachdem Regisseur Terry George diese unfassbaren Ereignisse bereits 2004 zum Thema seines Dramas "Hotel Ruanda" gemacht hatte, folgte fünf Jahre später Philippe Van Leeuw mit diesem beklemmenden Werk, in dem er vom Schicksal einer überlebenden Tutsi erzählt. Besonders Ruth Nirere weiß ich der Hauptrolle der Jacqueline zu überzeugen. Für ihr ergreifendes Spiel wurde sie 2009 auf den Filmfestivals von Bratislawa und Thessaloniki jeweils als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Foto: WDR/Les Films du Mogho