Mitte der Siebzigerjahre wird die Formel 1 von zwei Rennfahrern beherrscht: dem Österreicher Niki Lauda und dem Engländer James Hunt. Als 1976 Laudas Ferrari in der zweiten Runde auf dem Nürburgring ins Schleudern gerät und für Lauda der darauffolgende Crash beinahe tödlich verläuft, gewinnt Hunt das Rennen. Trotz schwerer Verbrennungen sitzt Lauda sechs Wochen später wieder am Steuer und beginnt eine furiose Aufholjagd im Kampf um die Weltmeisterschaft. Gleichzeitig wird der sportliche Zweikampf auch zur Rivalität zweier gegensätzlicher Auffassungen vom Rennsport. Denn während Hunt sich fast schon wie ein Rock-Star feiern lässt, das Leben eines Playboys in vollen Zügen genießt und das Super-Model Suzy Miller heiratet, setzt der ehrgeizige Lauda auf Disziplin. Tatsächlich kann Lauda seinen Rivalen Hunt gleich dreimal hintereinander schlagen. Doch wird es für den Gesamtsieg reichen?

Auch wenn man weiß, wie die Rivalität der beiden Rennfahrer ausgegangen ist, hat Ron Howard mit seinem jüngsten Werk eines der packendsten Duelle der Filmgeschichte inszeniert. Man merkt schnell, dass Howard selbst Motorsport-Fan ist, denn schließlich hat er 1977 mit "Gib Gas und lasst euch nicht erwischen" seine Regie-Karriere begonnen. Das allein macht aber noch keinen guten Film, doch die starken Darsteller - allen voran Daniel Brühl als beeindruckende Inkarnation von Lauda -, die Akribie der Umsetzung einer wahren Geschichte, die spannende Inszenierung und der perfekte Schnitt der Rennsequenzen und die faszinierenden Bilder machen einen aus "Rush - Alles für den Sieg" einen perfekten Film, der selbst Klassiker wie "Grand Prix", "Indianapolis" oder "Le Mans" nahezu vergessen lässt.



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