Frankreich, 1949: Die drei Jugendfreunde Philippe, Gérard und Pedro, sind keine 20 Jahre alt und unzertrennlich. Doch alles ändert sich, als sie während des Indochinakrieges in die französische Kolonialarmee nach Südvietnam eingezogen werden, denn die Realität des Krieges holt die Drei schnell ein und ihre Freundschaft wird auf eine schwere Probe gestellt. Pedro ist an die Front abkommandiert, wo er sich jedoch überraschend gut an das Leben als Soldat gewöhnt. In Saigon hingegen genießen Philippe und Gérard erst einmal das Leben in Saus und Braus - mit Opium, Alkohol und jeder Menge Geld ...

Der französische TV-Routinier Philippe Venault ("Der Stammgast") taucht in seinem Drama und das vom Krieg geschüttelte Vietnam ein und zeigt am Beispiel dreier junger Franzosen, wie dieser Krieg das Leben der jungen Freiwilligen und Berufssoldaten veränderte. Dabei zeigt Venault auf, dass die politische und strategische Führung Frankreichs seinerzeit unfähig war, das neuen Machtverhältnisse in Indochina zu überblicken. So ist "Saigon - Der Sommer, die Liebe, der Krieg" ein Stück gelungener Vergangenheitsbewältigung über ein bis heute nur wenig thematisiertes Kapitel französischer Kolonialpolitik.

Foto: arte F/© Jean-Francois Perigois