Der iranisch-stämmige Mohsen ist Ende 20 und wohnt immer noch bei seinen Eltern in Köln. Eigentlich soll der junge Mann in der Fleischerei des Vaters Schafe schlachten, hängt stattdessen aber lieber anderen Dingen nach. Eines Tages muss er den erkrankten Vater vertreten und tappt dabei direkt in eine üble Geldfalle: Er investiert in eine polnische Schafherde, die er allerdings selbst abholen muss. In der ostdeutschen Provinz hat er einen Unfall und hängt fest. Immerhin trifft er in der Ödnis die schöne Ana ...

Was nach einer witzigen Provinzposse klingt, entpuppt sich als nur teilweise gelungen inszenierte Farce über die Unbillen des Lebens. Dokumentarfilmer Ali Samadi Ahadi (Deutscher Filmpreis für "Lost Children") wäre besser seinem Genre treu geblieben. Denn sein Spielfilmdebüt ist ein ungeordnetes Sammelsurium aus diversen Stilen (von Zeichentrick bis Bollywood), das nur in wenigen Momenten wirklich gut funktioniert. Dennoch: die guten Darsteller - neben Wolfgang Stumph überzeugen Navid Akhavan ("Fremder Freund"), der als exil-iranischer Popstar ganze Hallen füllt, Filmvater Michael Niavarani, einer der bekanntesten Kabarettisten Österreichs, und Anna Böger aus "Shoppen" - und einige witzig-skurrile Szenen können sich durchaus sehen lassen.

Foto: Zorro