Die beiden Freundinnen Yeo-Jin und Jae-Young wollen unbedingt nach Europa reisen. Um das Reisegeld zu verdienen, verdingt sich Jae-Young als Prostituierte, Yeo-Jin übernimmt das Management. Doch dann bringt ein tragischer Unfall die Welt von Yeo-Lin ins Wanken: Als Jae-Young auf der Flucht vor der Polizei aus dem Fenster stürzt und sich tödliche Verletzungen zuzieht, sieht Yeo-Jin ihre Aufgabe darin, die ehemaligen Freier ihrer Freundin aufzusuchen, mit ihnen zu schlafen und ihnen ihr Geld zurückzugeben. So will sie die tote Jae-Young von ihrer Schuld reinwaschen. Doch als Yeo-Jins Vater, ein Polizist, hinter das seltsame Treiben seiner Tochter kommt, startet er einen furchbaren Rachefeldzug ...

Ein weiteres verstörendes und recht blutrünstiges Werk des südkoreanischen Autorenfilmers Kim Ki-duk, der schon mit seinem ungewöhnlichen Drama "The Isle" großes Aufsehen erregte und anschließend das poetische Drama "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling" drehte. In "Samaria" fing Ki-duk in schonungslosen Bildern die Geschichte zweier junger Frauen ein, die sich mit Prostitution ihre lang ersehnten Wünsche erfüllen wollen. Das dies nicht gut gehen kann, ist vollkommen klar, und im Verlauf thematisiert das Drama so elementare Fragen wie Kinderprostitution und deren Auswirkungen, Schuld und Sühne. "Samaria" wurde auf der Berlinale 2004 mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Ebenfalls einen Preis verdient hätten die beiden glänzend agierenden Hauptdarstellerinnen Kwak Ji-min und Seo Min-jung.

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