Japan zur Zeit der Meiji-Restauration, um das Jahr 1868: Seibei ist ein Samurai niederen Ranges und lebt in ärmlichen Verhältnissen. Er arbeitet für sich und den Lebensunterhalt seiner beiden Töchter, gönnt sich keinen "Feierabend", weil er nach der Arbeit noch den Haushalt versorgt. Eines Abends trifft er einen Freund aus der Kindheit, der von seiner Schwester Tomoe erzählt, die mit einem Säufer verheiratet ist und von ihm wieder loskommen will. Seibei nimmt sich ritterlich Tomoes an und schlägt ihren eifersüchtigen Mann nieder. Seine Samurai-Vergangenheit hat er eigentlich längst abgestreift, sogar sein Schwert hat er aus Not verkauft. Da ereilt ihn der Auftrag, den abtrünnigen Samurai Yogo zu töten. Der alte Ehrenkodex zwingt ihn immer noch, die Pflicht zu erfüllen. Seibei sucht Yogo auf und obwohl beide erkennen, dass die Welt sich verändert hat, kommt es noch einmal zu einer kämpferischen Auseinandersetzung ...

Regie-Altmeister Yôji Yamada ("Das verborgene Schwert") legte seine vielfach preisgekrönte Samurai-Elegie, die er nach einem Roman von Shûhei Fujisawa ("Der Samurai, den ich liebte") inszenierte, in die Zeit, in der auch Akira Kurosawas Meisterwerk "Die sieben Samurai" spielt. In wunderbaren Bildern erzählt er die Geschichte eines Kämpfers, dessen Künste nicht mehr gebraucht werden und der das Ende der Samurai-Zeit aufziehen sieht. Denn bald wird auch er nur noch das Relikt einer vergangenen Epoche sein. In der Hauptrolle des von seinem nicht einfachen Leben gezeichneten Mannes glänzt Hiroyuki Sanada ("Last Samurai", "Ring"). "Samurai der Dämmerung" war 2004 als bester nicht englischsprachiger Film für den Oscar nominiert, musste sich aber Denys Arcands Komödie "Die Invasion der Barbaren" geschlagen geben.

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