Sanyogita, Tochter einer traditionellen indischen Familie, passiert das, was so vielen jungen indischen Mädchen passiert: Kaum wird sie geschlechtsreif, wird sie mit einem gewalttätigen und alkoholabhängigen Kleingangster verheiratet. Zum Glück landet dieser allerdings schon kurz nach der Hochzeit im Knast. Doch Sanyogita kommt vom Regen in die Traufe, muss sie doch fortan ihr Heim mit ihrer boshaften Schwiegermutter teilen. Als sie den Zigeuners Bheru trifft, der aus einer niedrigeren Kaste stammt und sich unsterblich in sie verliebt, muss sich Sanyogita zwischen ihrer Familie und der Verwirklichung ihrer geheimsten Träume von Unabhängigkeit und Freiheit entscheiden...

Der indische Regisseur Sadashivam Rao thematisert in seinem Debütfilm eindrucksvoll eine Problematik, die man nicht nur aus Indien kennt. Die Praxis, bereits als Mädchen dem späteren Ehemann zugesprochen zu werden, ist auch in vielen moslemischen Staaten weit verbreitet. Rao zeigt hier eindrucksvoll eine junge Frau zwischen Tradition und Moderne, die sich schließlich für sich selbst entscheidet. Hervorragend: Divya Dutta als Sanyogita.

Foto: Freunde d. Dt. Kinemathek