Berlin in den 20er Jahren: Zwei maskierte Männer sind mit einem Schweißgerät zugange. Ein dicker Safe soll geknackt werden. Dann Geräusche von draußen. Panik macht sich breit. Die Beiden nehmen gerade noch rechtzeitig Reißaus, denn Polizisten sind ihnen dicht auf den Fersen. Wenn auch der Raub missglückte; die Flucht gelingt. Das Brüderpaar Sass merkt schnell, dass in dieser Zeit mit ehrlicher Arbeit nicht viel zu machen ist. Also entschließt man sich, das Geld da zu holen, wo es liegt: Finanzamtkassen und Banken. Mit ausgeklügelten Plänen und - als erste Räuber überhaupt - mit Schweißbrenner ausgerüstet geht’s an die Arbeit ...

TV-Routinier Carlo Rola ("Rosa Roth") entwickelte selbst den Stoff, der wie gemacht ist fürs Kino. Da qualitativ hochwertige Filme aus Deutschland leider eher Mangelware sind, freut es umso mehr, dass nun endlich einmal ein sehenswertes Werk aus deutschen Produktionsküchen in die Kinos kommt: Stimmiges Dekor, atmosphärische Ausstattung, tolle Bilder und exzellente Schauspieler. Dazu eine Story, die alles hat: Tragik, Witz, Spannung, Liebe und Action. Manchmal meint man gar, man hätte es mit einer Variante des großen Gangster-Klassikers "Es war einmal in Amerika" von Sergio Leone zu tun, denn Regisseur Rola geht ähnlich episch vor und die Musik erinnert über weite Strecke stark daran.

Foto: Constantin