Moskau 1911: Im Luxushotel Savoy gerät der Oberkellner Andrei Wolodkin in Verdacht, die mondäne Nastasja Daschenko getötet zu haben. Das Zimmermädchen Darja Plagina versucht, Andreis eifersüchtige Kollegin Anna Orlowa von ihrer Falschaussage abzubringen, während Andrei aus dem Gefängnis flüchtet und in den Nachtasylen der Stadt nach dem wahren Mörder fahndet...

Ein bereits nationalsozialistisch geprägtes Krimimelodram von Gustav Ucicky. Neben Veit Harlan und Karl Ritter war Ucicky einer der markantesten Regisseure des linientreuen Films, und das schlägt sich auch in seinen 'unpolitischen' Unterhaltungsfilmen nieder. Hier zeigt Uckicky einen offensichtlich deutschstämmigen Kellner alias Hans ALbers unter dekadenten und verworfenen Russen, die entweder dem Untergang geweiht sind oder aber in Elendsvierteln verkommen. Ucicky wurde nach dem Krieg mit einem Arbeitsverbot in Deutschland und Österreich belegt, konnte allerdings in den Fünfziger Jahren seine Regietätigkeit wieder aufnehmen.