Der junge Friedrich Hölderlin wird in der Tübinger Klinik des Doktor Authenried interniert und schließlich sieben Monate später als unheilbar und mit einer Lebenserwartung von drei Jahren dem Schreinermeister Ernst Zimmer zur Pflege übergeben. In dessen Handwerkerhaus lebt der Dichter weitere 36 Jahre, betreut von der Tochter Lotte Zimmer in dem kleinen Turmzimmer am Neckar, Klavier spielend, zeichnend, weiter dichtend. Die Gedichte, die er verfasste, pflegte er in seinen letzten Jahren mit den Worten "Mit Unterthänigkeit Scardanelli" zu unterzeichnen.

Der Film rekonstruiert aus allen verfügbaren Perspektiven die zweite Lebenshälfte des bekannten Dichters Friedrich Hölderlin. Angeblich ist kein Satz in diesem Film erfunden, alle Szenen, Dialoge und Zeugenaussagen beruhen auf den überlieferten Berichten. Doch Regisseur Harald Bergmann versuchte, für die oft wirre Form der Texte eine filmische Entsprechung zu finden. So wirkt der Mischmasch aus Spielszenen, Musik, Trickanimation und Sprache oftmals doch mehr als nur angestrengt.