Wien 1938: Rechtsanwalt Werner von Basil hat für Bischof Ambross wertvolles Kirchengut vor dem Zugriff der Nationalsozialisten ins Ausland gerettet. Er wird verhaftet und von der Gestapo in Isolation gehalten, als er sich weigert, den Verbleib der Schätze zu verraten. Als Überlebenstraining erlernt er das Schachspiel aus einem Buch, das er auf dem Weg zum Verhör gestohlen hat. Bald kann er 150 Partien von Schachmeisterschaften auswendig spielen. Nach seiner Haftentlassung trifft er auf dem Weg in die USA an Bord eines Schiffes den amtierenden Schach-Weltmeister Centowic. Wie unter Zwang greift er in das laufende Spiel des Weltmeisters ein und erzwingt gegen diesen sogar ein Remis. Die Partie wird zum leidenschaftlichen und verbissenen Kampf der beiden Kontrahenten, bei der Kombinationsfähigkeit und Psyche des Einzelnen entscheiden.

Gerd Oswald gelang 1960 mit der Verfilmung des 1941 veröffentlichten, gleichnamigen Prosawerks von Stefan Zweig ein bemerkenswertes Stück deutsches Kino. Auch wenn hier die Grundstimmung der literarischen Vorlage nur ansatzweise getroffen wird, überzeugen neben den düsteren Bildern vor allem die Darsteller. Ausgehend von der Situation der Seereise wird in Rückblenden der tragische Hintergrund des Schach-Talents der Hauptfigur aufgedeckt.