Die Prostituierte Lili Brest lebt mit ihrem Zuhälter, bis sie jemanden trifft, der ihr den Ratschlag gibt, nicht mehr zu sprechen. Er bezahlt sie fürs Zuhören. Lilis Geliebter ist ein reicher jüdischer Immobilienkaufmann, ein korrupter Bauspekulant in einer moralisch degenerierten Umgebung. Lilis Aufstieg zum "Mülleimer" der Stadt beginnt. Sie schläft nicht mit ihren Kunden, sie hört nur noch zu. Sie wird reich und mächtig, bis sie nicht mehr weiter will. Sie sucht ihren Mörder, einen, der ihre Geschichte versteht und sie umbringen kann. Und sie findet ihn...

Das Buch basiert auf Fassbinders Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod", einer Attacke gegen die Finanzmetropole Frankfurt, die seinerzeit bei der Uraufführung für einen riesigen Skandal sorgte, zumal Fassbinder hier auch antisemitische Tendenzen unterstellt wurden. Fassbinder ließ sich bei seinem Stück von "Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond" von Gerhard Zwerenz inspirieren und übernahm auch einige der Figuren aus dem Roman. Von der Filmförderungsanstalt wurde ihm das Darlehen verweigert, den Film selbst zu realisieren, so dass er die Regie seinem Freund, dem Schweizer Regisseur Daniel Schmid, überließ. Fassbinder selbst war als Autor am Drehbuch beteiligt, koproduzierte und übernahm eine der Hauptrollen. Kurios: Das umstrittene Fassbinder-Stück wurde sogar in einer hebräischen Version am "Studio für Theaterkunst" in Tel Aviv aufgeführt.