Geologin Lena erhält die Nachricht, dass ihr Vater Gottfried, der sie vor acht Jahren verstoßen hat, todkrank ist. Schweren Herzens fährt sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter zurück in ihr Heimatdorf in den Bergen. Eine Reise in eine schwere Vergangenheit, denn Lena wird nicht nur mit Gottfrieds Ablehnung konfrontiert, sondern auch mit ihrer einstigen großen Liebe Anton, den sie nie vergessen konnte und der nun mit der ebenso geschäftstüchtigen wie intriganten Magda verheiratet ist. Doch dies ist nicht das einzige Problem: Lena entdeckt, dass ihr Dorf infolge massiver Umweltzerstörungen von einem Erdrutsch bedroht ist ...

Nach Motiven aus dem Hochland-Roman "Der laufende Berg" von Ludwig Ganghofer (1855-1920, "Gewitter im Mai"), der 1941 bereits von Hans Deppe in Szene gesetzt wurde, drehte Regie-Veteran Harmut Griesmayr diesen schmalzigen wie vorhersehbaren Heimatfilm mit Ökoanstrich vor der wunderbaren Landschaft der Steiermark. Wären nicht die glaubhaften Darsteller wie Michael Mendl als griesgrämiger und sturköpfiger Vater sowie Julia Stemberger als heimgekehrte Tochter, man könnte dieses Werk, das nach der Drehbuchvorlage von Brigitte Blobel ("Lotto-Liebe", "Durch Himmel und Hölle") und Konstanze Breitebner ("Meine Tochter nicht!") entstand, getrost vergessen.

Foto: ARD/Degeto/Oliver Roth