Heiligabend in Berlin: Für einige Menschen scheint das Fest der Liebe unerreicbar, zu sehr sind sie mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt. Da ist etwa die alleinerziehende Mutter, die ihr ganzes Handeln darauf ausrichtet, ihren Kindern Geschenke kaufen zu können. Oder aber der Vater, der alles Mögliche versucht, um das weihnachtliche Treffen mit seinem Sohn zu vermeiden. Nicht zu vergessen der Weihnachtsmann, der Schnäppchenmärkte überfällt und natürlich das längst getrennte Liebespärchen Maria und Joseph, das neue Hoffnung schöpft...

So wie sich die einzelnen Episoden dieses Berlin-Dramas anhören, ist der ganze Film: zusammengeschustert und unglaubwürdig. Kein Wunder, dass das Werk des Kino-Regiedebütanten Markus Herling einige Zeit auf Eis lag, wer soll sich dieses einfallslose, oberflächliche und klischeebeladene Geplänkel im Kino ansehen? Vielleicht hat Herling, der als Regieassistent durchaus sehenswerte Filme wie "Kuckuckszeit", "Alphabet der Liebe" oder "Verbotene Küsse" begleitete, einfach zu viele ähnlich gelagerte, aber zum Teil bessere Genrewerke wie "Nachtgestalten" oder "Lichter" angesehen. Doch was er hier aus seinem eigenen Stoff gemacht hat, ist einfach Bockmist. Vor sich hin spielende Schauspieler, unglaubhafte Drehbuchwendungen, überflüssige Zwischenplots bis hin zu dem alles erschlagenden Happy End für alle Beteiligten - inklusive Maria und Joseph - machen dieses Drama zu einem Ärgernis.

Foto: Farbfilm (Barnsteiner)