Henri Marcoux und seine Frau Thérèse leben auf ihrem ansehnlichen Besitz nebeneinander her und empfinden nur noch Hass füreinander. Henri hat eine Geliebte, die attraktive Léda. Seine Frau weiß davon und spürt, dass ihr Mann sie verlassen will. Für diesen Fall droht sie ihm mit einem Skandal; andererseits ist sie zu einem Kompromiss bereit, wenn Henri etwas unternimmt, um Laszlo Kovacs, den Verlobten ihrer Tochter Elisabeth, aus dem Hause zu schaffen. Als sich die Spannungen in einer dramatischen Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten entladen, will Henri bewusst einen Skandal provozieren, indem er sich in der nahen Stadt öffentlich mit seiner Geliebten zeigt ...

Diese frühe Regiearbeit von Claude Chabrol zeigt zwar noch Einflüsse bewunderter Vorbilder wie Alfred Hitchcock und Fritz Lang, die eigene Handschrift ist jedoch schon sehr deutlich erkennbar. Wie er es später als kritischer Chronist des Bürgertums immer wieder getan hat, leuchtet er auch hier hinter die Fassaden eines fragwürdigen bürgerlichen Milieus und zeigt die tiefen Abgründe innerhalb einer Familie. In der Rolle des Laszlo Kovacs ist hier Jean-Paul Belmondo zu sehen, der noch im gleichen Jahr mit Jean-Luc Godards gefeiertem Gangsterfilm "Außer Atem" seinen internationalen Durchbruch feierte.

Foto: ARD/Degeto