Paris zur Zeit des Algerienkrieges: Der zehnjährige Omar ist das Kind algerischer Eltern. Obwohl er das Heimatland seiner Eltern nie gesehen hat, fühlt er sich dem algerischen Unabhängigkeitskampf verpflichtet, ganz so, wie es ihm sein Vater vorlebt. Doch als Raphaël, der Sohn vertriebener Anhänger des französischen Algeriens, in seine Klasse kommt, muss er sich entscheiden: Freund oder Feind?

Ein stark inszeniertes Drama von Caroline Huppert - Schwester von Isabelle Huppert - nach einem Roman des französischen Autors Akli Tadjer, der selbst Sohn algerischer Eltern ist. "Schulfeinde" zeigt den Krieg nur indirekt, in seinen Auswirkungen auf den Alltag im Paris der Sechzigerjahre. Armut, Erniedrigung, Hoffnung und Verzweiflung werden aus der arglosen Sicht des zehnjährigen Omar dargestellt. Er beweist mehr Toleranz, Menschlichkeit und beherzte Selbstlosigkeit als manch fanatischer Erwachsener. Julie Depardieu, Tochter von Gérard Depardieu, in der Rolle der verständnisvollen Lehrerin Melle Ceylac zu bewundern.