Eine besondere Angelegenheit führt die Mitglieder der Familie Kerkhoff an einem warmen Sommertag in einem Kloster nach Jahren wieder zusammen. Der Grund: die jüngste Tochter Kati will das alltägliche, weltliche Leben hinter sich lassen und sich in die Abgeschiedenheit des Klosters zurückziehen. Nicht alle Familienmitglieder sind mit ihrer Entscheidung einverstanden und schon bald kommt es zu ersten Auseinandersetzungen ...

Die mit viel Symbolik angereicherte Tragikomödie, die Anne Wild nach eigenem Drehbuch in Szene setzte, erzählt von so universellen Themen wie Abschied, Wut und Trauer, aber auch von Hoffnung und Glück. In "Schwestern" sind es die beiden vollkommen gegensätzlichen Protagonistinnen Saskia (Maria Schrader) und deren Schwester Kati (Marie Leuenberger), die in zwei unterschiedlichen Welten leben, sich aber immer noch verstehen. Ganz im Gegensatz zur restlichen Familie, deren Mitglieder oft plakativ überzeichnet werden. Zwar ist "Schwestern" nicht schlecht gespielt und die Ausgangssituation eine interessante, doch letztendlich kommt Wilds Regiearbeit zu gekünstelt und langatmig daher, um überzeugen zu können.



Foto: farbfilm/Wolfgang Ennenbach