Einst galt Sebastian Bergman, Anfang 50, als der profilierteste Polizeipsychologe Schwedens, doch seit dem Tod seiner Frau und seiner Tochter beim Tsunami im Dezember 2004 in Thailand ist er ein gebrochener Mann. In den folgenden Jahren war er weder fähig zu arbeiten, noch sah er in seinem Leben irgendeinen Sinn. Als er nun mit zwei Wochen Verspätung am Grab seiner verstorbenen Mutter in Västerås eintrifft, müssen zunächst einige Erbangelegenheiten geregelt werden. Doch schon bald konzentriert sich sein Interesse auf den brutalen Mord an einem 15-jährigen Jungen, der von Chef-Ermittler Torkel Höglund untersucht wird. Um sein Leben wieder in neue Bahnen zu lenken, bittet Bergman Torkel ihn ins Ermittlerteam aufzunehmen. Torkel, der Bergmans außergewöhnliche Fähigkeiten kennt, zögert zunächst, willigt dann aber doch ein. Mit alles stürzt sich Bergman in seinen ersten Fall seit Jahren ...

Der auch in Hollywood erfolgreiche, aus Schweden stammende Regisseur Daniel Espinosa ("Safe House", "Easy Money") drehte diesen spannenden Fall um den Polizeipsychologen Sebastian Bergman, der von dem vielseitigen Ex-"Mankells Wallander - Wallanders letzter Fall" Rolf Lassgård gekonnt verkörpert wird. Zu Anfang betont ruhig nach dem Drehbuch von Michael Hjorth ("Mittsommermord") und Hans Rosenfeldt ("Die Brücke - Transit in den Tod", Tod auf See") inszeniert, entwickelt Esposina das Porträt eines zunächst gebrochenen Mannes, der durch seinen Beruf allerdings schon bald wieder neuen Lebensmut schöpft. Ebenfalls 2010 entstand mit "Sebastian Bergman - Spuren des Todes - Die Frauen, die er kannte" ein weiterer Krimi um den unkonventionellen wie politisch wenig korrekten Psychologen, der sich bei seinen Ermittlerkollegen nicht immer beliebt macht.

Foto: ZDF/Johan Paulin