Der bei Kaiser Diokletian in Ungnade gefallene Gardist Sebastiane wird an einen isolierten Außenposten des Reichs verbannt. Dort vertreibt man sich die Langeweile in brütender Hitze mit Schwertübungen, Schwimmen, Körperpflege und erotischen Spielen. Als Sebastiane die Liebe seines sadistischen Hauptmanns Severus nicht erwidert und sich noch dazu zum Christentum bekennt, wird er von seinen Kameraden mit Pfeilen erschossen.

Der 1994 verstorbene britische Regisseur Derek Jarman legte mit diesem Drama 1976 sein Regiedebüt vor, in dem er die Geschichte des christlichen Märtyrers Sebastian auf recht eigenwillige Art verarbeitete. Sein Sebastiane ist schwul und die erotischen Dialoge der Protagonisten ließ Jarman ins Lateinische übersetzen, so dass der Film mit englischen Untertiteln in die Kinos kam. Doch was für die einen ein Kultklassiker des erotischen Kinos ist, bezeichnen andere als belangloses, homoerotisches Geplänkel.

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