Der Traum von der Unsterblichkeit beschäftigt die Menschheit schon seit Ewigkeiten. Im neuen Thriller von Tarsem Singh ("The Cell") wird dieser nun Wirklichkeit.

Der reiche und berühmte Unternehmer Damian (Ben Kingsley) sieht sich darin aufgrund einer schweren Krankheit mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert. In dieser Phase erfährt er von einem geheimen und eigentlich verbotenen Prozess namens "Shedding". Mit diesem können gut betuchte Menschen ihre Seele in den Körper eines Verstorbenen "einpflanzen" lassen.

Ben lässt sich auf die komplizierte Prozedur ein und führt in einem jungen, neuen Körper nun das Leben eines Playboys (jetzt: Ryan Reynolds).

Erst nach einiger Zeit findet er heraus, dass der gutaussehende Vorbesitzer seiner menschlichen Hülle Opfer eines Mordanschlags wurde und die Killer nun davon ausgehen, er habe überlebt. Diese wollen ihr Werk jetzt zu Ende bringen.

Interessant, aber oberflächlich

"Self/Less" startet mit großen Ambitionen. Die Vision vom ewigen Leben inklusive moralischer Fragen und Schwierigkeiten hätten das Zeug zu einem großen Psychothriller. Leider driftet die Handlung nach dem Körpertausch aber zusehends in einen 08/15-Actioner ab. Dieser ist unterhaltsames Popcorn-Kino, die Ausgangslage ließ aber auf eine deutlich tiefergehende und komplexere Geschichte hoffen.

Mit dem Schauspielerwechsel von Ben Kingsley zu Ryan Reynolds geht fast zeitgleich auch ein Verlust der Tiefe und ein Abdriften in die Belanglosigkeit einher. Hat man sich damit abgefunden, wartet solide Sommerkino-Unterhaltung darauf, sorglos konsumiert zu werden.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Self/Less - Der Fremde in mir":