In ihrer afrikanischen Heimat ständigen Schikanen ausgesetzt, ergreift Shandurai die Flucht, nachdem ihr Mann verhaftet wurde. In Italien beginnt sie ein Medizinstudium und hält sich als Putzfrau über Wasser. Als sie als Haushälterin bei einem britischen Pianisten landet, verliebt sich der scheue Künstler in sie. Er macht der exotischen Schönen Geschenke, will ihr Herz gewinnen. Erst als sie ihn bittet, etwas für ihren Mann zu tun, lässt der Pianist seine Aufdringlichkeiten. Doch insgeheim setzt er tatsächlich Himmel und Hölle in Bewegung, um Shandurais Mann zu helfen...

Das Liebesdrama inszenierte Altmeister Bernardo Bertolucci wie ein Kammerspiel für zwei Personen. Doch die Figuren lassen den Betrachter merkwürdig kalt. Was in "Der letzte Tango in Paris" ein faszinierendes Liebesspiel war, bewegt sich hier kühl zwischen Ablehnung und Anziehung, ohne auf die Gründe einzugehen. So ist das Ergebnis ein eher oberflächliches Treiben, für das sich jahrelang zu Recht kein Verleih gefunden hat. Fürs Fernsehen lässt man diese Mängel aber noch durchgehen!

Foto: Alamode Film