Fiona ist eine junge Frau mit einem unglaublichen Talent für kulinarische Verführungen aber ohne Bewusstsein dafür, welchen starken Einfluss diese Genüsse auf ihre Gäste haben. Ihre Zeit verschwendet sie in dem Short Order Imbiss "Ishmaels". Und da ist noch die junge Catherine, die endlich jemanden finden will, dem sie sich nahe fühlt, und der Restaurant-Besitzer Paulo, der plant, sich selbst als Speise im "Mediteraneo" anzubieten ...

Nur drei Protagonisten aus Anthony Byrnes Drama, das schon 2005 entstand, seinerzeit keinen Verleih fand und nun erstmals in deutschen Kinos zu sehen ist. Mit recht prominenter Besetzung inszenierte Byrne nach eigenem Buch diesen kulinarischen Reigen einer Nacht, der durch die Vielzahl der auftretenden Charaktere allerdings recht holprig und zerstückelt daher kommt. Noch dazu wird die schwer überschaubare Handlung immer wieder durch pseudo-philosophische Monologe unterbrochen und die Witze über den Zusammenhang von Essen, Frauen und Sex kommen reichlich geschmacklos daher. So können auch die Auftritte von Stars wie Vanessa Redgrave, William Hurt und Rade Serbedzija nicht viel retten. Gut ist allerdings Emma de Caunes ("Schmetterling und Taucherglocke", "Science of Sleep - Anleitung zum Träumen") in der Rolle der Fiona, während Cosma Shiva Hagen als Catherine unter ihren schauspielerischen Möglichkeiten bleibt.



Foto: déjà-vu film