Pat ist Ende 30 und mitten in einer Depression. Nachdem er seinen Job verlor, verließ ihn auch noch seine Frau. Jetzt, nach einer Therapie in der Psychiatrie, wohnt er wieder bei seinen Eltern und versucht krampfhaft, sein Leben wieder in der Griff zu bekommen. Als Pat zufällig die ungewöhnliche Tiffany kennenlernt, merkt er schnell, dass er nicht der Einzige mit psychischen Problemen ist. Denn die junge Tiffany ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes ebenfalls ziemlich neben der Spur. Dennoch treffen die beiden eine eigenartige Vereinbarung: Sie will ihm helfen, seine Frau zurückzugewinnen, wenn er ihr einen großen Gefallen erweist. Doch beide müssen erst einmal lernen, sich kräftig zusammenzureißen ...

Regisseur David O. Russell ("Flirting With Disaster - Ein Unheil kommt selten allein", "Three Kings", "I Heart Huckabees", "The Fighter") hat sich erneut ein nicht ganz alltägliches Thema vorgenommen, um daraus eine Mischung aus Drama und Komödie zu konstruieren. Leider hat man von Beginn an Schwierigkeiten, den Figuren irgendetwas Positives abzugewinnen. Das schwache Charakter-Design lässt den Betrachter unverständlich dem lärmenden Treiben auf der Leinwand zuschauen, dass nicht einmal eine Gratwanderung möglich scheint. Zu weit bleiben die Figuren und deren Handeln entfernt, dass man in irgendeiner Weise in die Geschichte eintauchen mag. Schade, denn das schauspielerische Potential hätte Besseres verdient. So wundern auch die vielen Nominierungen für Golden Globes und Oscars nicht.



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