Der ägyptische Arzt Sinuhe stammt aus ärmlichen Verhältnissen, steigt jedoch trotzdem bis zum Leibarzt des Pharaos Echnaton auf. Doch seine Liebe zu Nefer, der mysteriösen Schönheit aus dem Orient, wird ihm zum Verhängnis ...

Regisseur Michael Curtiz drehte diesen Monumentalfilm mit Starbesetzung nach dem historischen Bestseller des finnischen Schriftstellers Mika Waltari. Für die Rolle des Bihune war eigentlich Marlon Brando vorgesehen, der die Rolle jedoch in letzter Minute niederlegte, da er das Drehbuch nicht mochte und nicht mit Regisseur Curtiz arbeiten wollte. Nachdem auch Dirk Bogarde die Rolle abgelehnt hatte, übernahm schließlich Edmund Purdom die Rolle des Sinuhe. Der atemberaubende Soundtrack stammt von zwei Größen der Filmmusik, Bernard Herrmann und Alfred Newman. Kameramann Leon Shamroy war 1955 für den Oscar nominiert. Die aus Polen stammende französische Darstellerin Bella Darvi ("Unschuld im Kreuzverhör"), seinerzeit die Geliebte von Produzent Darryl F. Zanuck, setzte sich für die Rolle der Nefer gegen so harte Konkurrenz wie Mariyln Monroe durch und wurde 1954 mit dem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Bittere Geschichte am Rande: Die 1928 geborene Bella Darvi, die den Konzentrationslagern der Nazis entgangen war, litt Zeit ihres Lebens an Spiel- und Trunksucht. Nachdem Zanuck die Schönheit nach Hollywood geholt hatte, konnte sie sich dort allerdings nicht etablieren. Verbittert kehrte sie nach Europa zurück und spielte noch einige kleinere Rollen, bevor sie sich 1971 im Alter von nur 43 Jahren in Paris mit Gas das Leben nahm. Ihre Leiche blieb zehn Tage unentdeckt.

Foto: Winkler Film