Idaho, USA, 4. Juli 1976: Bei dem Brand eines Hauses im Wohngebiet der Indianer überlebt nur das Baby Thomas, das vom alkoholsüchtigen Arnold gerettet wird. Er nimmt das Kind in seine Familie auf, verlässt diese jedoch schon bald und lebt in Phoenix in einem Wohnwagen mit der attraktiven Suzy Song. Nach seinem Tod machen sich sein leiblicher Sohn Victor und Thomas zusammen auf den Weg, um seine Asche nach Hause zu holen. Für die beiden beginnt eine Reise in die Vergangenheit ...

Nach dem gleichnamigen Buch von Bestseller-Autor Sherman Alexie (er schrieb auch das Drehbuch) entstand ein durch und durch indianischer Film, denn fast alle Beteiligten sind amerikanische Ureinwohner. Jenseits der üblichen Klischees wird hier auf die heutige Lebenssituation der amerikanischen Ureinwohner aufmerksam gemacht und darüber hinaus eine großartige Geschichte über Familie, Kultur, Tradition und Moderne und natürlich Freundschaft erzählt. Dank authentischer Darsteller und einer gelungenen Erzählweise ist dies sicherlich ein überdurchschnittliches Werk, das mit ähnlich gelagerten Filmen wie "Tanz mit einem Mörder", "Zwei Cheyenne auf dem Highway" oder "Die Rache des Wolfes" auf einer Stufe steht. In der Rolle des Randy Peone: John Trudell, einstiger AIM (American Indian Movement)-Aktivist, dessen Familie bei einem Brand getötet wurde. Er schrieb sich seinen Frust von der Seele und wurde ein bekannter Folk-Musiker. Hauptdarsteller Adam Beach gehört mittlerweile zur ersten Riege der Hollywood-Indianer.

Foto: Kinowelt