Das 20-jährige Partygirl Nico aus Zürich führt nach ihrem Schulabschluss ein Leben in Saus und Braus: Sex, Drogen und Musik lassen sie den Alltag vergessen. Die Beziehung zu ihren wohlhabenden Eltern existiert kaum noch, da sich der Vater nur für seine Bankergeschäfte interessiert und die Mutter ausnahmslos ihre manisch-depressiven Wehwechen pflegt. Um sich ihr Luxusleben weiter finanzieren zu können, hat sich Nico mit dem Besitzer ihrer Lieblingsdiskothek eingelassen, der sie aushält. Als sie eines Abends den Sänger Paco kennenlernt, stellt das ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf...

Der aus dem Irak stammende und in der Schweiz aufgewachsene Regisseur und Drehbuchautor Samir ("Die Jagd nach dem Tod", "Forget Baghdad") drehte diese recht vorhersehbare Mischung aus Drama und Liebesgeschichte, die fast wie eine Soap angelegt ist. Dabei setzte Samir auf verschiedene Formate, Materialien und Techniken: mal schwarzweiss, mal bunt, hier eine Rückblende, da ein schneller Schnitt, hier eine Montage, dort ein Splitscreen – und gleich zwei Off-Erzähler. Weniger wäre hier wohl mehr gewesen, denn unter der technischen Detailverliebtheit leidet letztlich die gesamte Geschichte, die mit weniger Klischees und Kitsch sicher einige Nummern besser ausgefallen wäre.

Foto: Stardust