Julia arbeitet hart für ihre Familie. Eines Tages verlässt sie ihr Mann, um eine Jüngere zu heiraten. Sie bleibt völlig verzweifelt mit ihren Kindern zurück, verliert ihren Job und muss, um dem jungen Glück nicht im Wege zu stehen, die Wohnung räumen. Wann wird die angestaute Wut aus ihr herausbrechen, und sie eine schreckliche Tat begehen lassen?

Mit "So ist das Leben" schuf der mexikanische Regie-Altmeister Arturo Ripstein das eindringliche Porträt einer vom Leben betrogenen Frau, die auf Rache sinnt. Ripstein greift hier auf Motive der antiken Tragödie "Medea" zurück, um das menschliche Schicksal zu beleuchten und verknüpft diese mit einem Genrebild der mexikanischen Menschen, die am Rande der Armut leben. Wie in beinahe allen Filmen des Regisseurs ist das Zentralthema, das düster und depressiv in Szene gesetzt wird, die Einsamkeit des Einzelnen. Arturo Ripstein gilt als bedeutendster Regisseur Mexikos. Am 13. Dezember 1943 in Mexico City geboren, arbeitete er zunächst als Regieassistent bei Luis Buñuel. Seinen ersten Film "Tiempo de morir" (1965), ein Western, der auf einer Erzählung von Gabriel García Márquez beruht, bildet den Anfang einer bis heute andauernden erfolgreichen Karriere, die mit vielen Auszeichnungen geehrt wurde. Seine bekanntesten Filme der letzten Zeit waren "Principio y fin" (1993), der mit der goldenen Muschel auf dem Filmfestival San Sebastián ausgezeichnet wurde, "Profundo carmesí" (1996) für den er den Preis für die beste Regie beim Havana Filmfestival bekam, und "El coronel no tiene quien le escriba" (1999), der in Cannes für die Goldene Palme nominiert wurde und auf dem Sundance Festival in den USA den Preis für den besten lateinamerikanischen Film gewann.