1964 sucht die italienische Familie Amato in Duisburg ihr Heil, nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt die Mutter auf die Idee, eine Pizzeria zu eröffnen. Die beiden Söhne Gigi und Giancarlo haben zehn Jahre später keine Lust mehr, in der Pizzeria zu arbeiten und träumen von der Selbstständigkeit. Während Giancarlo ein Tunichtgut ist, will Gigi unbedingt Filmemacher werden. Als er dann mit seinen Kurzfilmdebüt nach Oberhausen eingeladen wird, stellt sich heraus, dass die Mutter Leukämie hat und deshalb wieder in die Heimat geht. Gigi geht mit, um sich um seine Mutter zu kümmern ...

Ein Film aus Deutschland, wie man ihn gerne öfter sähe: Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand") erzählt gefühlvoll die Geschichte einer italienischen Familie in Duisburg zwischen Drama und Komödie. Die epische Story umfasst Jahrzehnte und macht das von Rivalität nicht freie Verhältnis der beiden Söhne - hervorragend: Moritz Bleibtreu und Barnaby Metschurat - zum zentralen Thema. Mitunter wird das Familiendrama etwas sprunghaft - das Drehbuch musste gekürzt werden - erzählt, dem Unterhaltungswert indes schadet es nicht. Da der Film zweisprachig gedreht wurde, ist unbedingt die untertitelte Fassung der synchronisierten Version vorzuziehen.

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