Hingebungsvoll widmet sich die resolute May Sun nur ihrem Job in einer Hongkonger Handelsfirma. Das Familienleben mit ihrem phlegmatischen Mann Bing und dem halbwüchsigen Sohn Allen ist für sie eher eine lästige Pflichtübung. Ihr Leben ändert sich abrupt, als Bings Mutter an einem Schlaganfall stirbt und Bing seinen kranken Vater zu Hause aufnehmen will. Mays Verhältnis zu dem ruppigen Patriarchen war noch nie ungetrübt, doch sie nimmt dessen Pflege als einen weiteren Job an, den es zu meistern gilt. Als Allen seinen Großvater beim Essen von Seife erwischt, bringt May ihn besorgt zum Arzt, der die Alzheimersche Krankheit diagnostiziert ...

Dieses Drama taucht die Protagonisten in ein Wechselbad der Gefühle aus Schuld, Mitleid, Wut, Besorgnis, Großzügigkeit und Verständnis. Die 1947 in Shanghai geborene Ann Hui illustriert in ihrem Film auf beherzte und tragikomische Weise ein Tabu-Thema der boomenden Metropole. Hauptdarstellerin Josephine Siao Fong-Fong erhielt 1995 auf der Berlinale den Silbernen Bären.