Als Spieler ist "Dollar Bill" trotz seines vielversprechenden Namens nicht gerade erfolgreich. Er zieht zusammen mit dem ebenfalls erfolglosen Schriftsteller Roberts in eine schäbige Kellerwohnung Harlems. Neben ihnen quartiert sich Isaiah aus Alabama ein. Isaiah "Alabama" ist ein Mann mit Ehrgeiz und Durchsetzungswillen. Neben der Arbeit übt er wie besessen auf seiner Gitarre. In einer Bar lernt "Dollar Bill" die hübsche Etta kennen, die sich in den Windhund verliebt. Doch Bill hat kaum Augen für sie, er schwärmt für die Bar-Managerin Regina, die Freundin des Gangsters "Bad Boy" George. Die hinwiederum zeigt nur Interesse an "Alabama" und dessen musikalischem Talent. Sie verhilft ihm zu einem Debüt als Gitarrist in ihrem Nachtclub. Während "Alabama" zum Star aufsteigt, gerät "Dollar Bill" in immer größere Schwierigkeiten.

Der ausschließlich von Schwarzen realisierte Spielfilm "Souls of Sin" ist ein exzellentes Beispiel für das Kino des "Early Black Cinema". Regisseur und Autor Powell Lindsay, der auch die Rolle des Gangsters "Bad Boy" spielt, versuchte mit dieser Geschichte dreierlei: Er zeichnet ein realistisches Bild des schwarzen New Yorker Stadtteils Harlem voller Elend und Existenzangst; er macht einen Mann zum Helden, der es schafft; und er zeigt den Weg eines Absteigers - ein Appell an die Kraft und die Möglichkeiten des einzelnen und eine Warnung an die, die den leichteren Weg gehen wollen und verloren sind. Die Botschaft seines Films ist aus heutiger Sicht naiv und rührend moralisch, die Schilderung der damaligen Wirklichkeit ein aufregendes Zeitdokument, die Machart zeugt von der Fähigkeit, auch die Komik einer tristen Realität (selbst-)ironisch zu sehen.