Die Söhne einer taiwanesischen Großfamilie, eine junge Krankenschwester, die den jüngsten, taubstummen Sohn liebt, sowie ihr Bruder werden zwischen 1945 und 1949 in die Unruhen und Wirrnisse im Land verwickelt, als Taiwan zum Spielball im Machtkampf zwischen Japanern, Nationalchinesen und Kommunisten wird und unter Korruption und wirtschaftlicher Ausblutung leidet.

Der Regisseur Hou Hsiao-Hsien interessiert sich weniger für die politischen Umstände - die setzt er leider als bekannt voraus -, sondern eher für Menschen in einer außergewöhnlichen Situation. Wer hierzulande wenig über Taiwan zwischen der Kapitulation der Japaner 1945 und der Machtübernahme durch Tschang Kai- Chek und die Kuo-Min-Dang weiß, muss sich zwangsläufig mit diesem bildgewaltigen Werk schwer tun.