Gerade als Jack Ballard und Rosie Evans in der kleinen Westernstadt Silver Lode getraut werden, erscheint Bezirksrichter McCarty, um Ballard zu verhaften. Ballard soll McCartys Bruder erschossen und ihm 20000 Dollar geraubt haben. Er bestreitet zwar nicht die Tat, will aber den Beweis der Notwehr erbringen. Richter Cranton gestattet Jack, seinen Beweis innerhalb von zwei Stunden zu führen. Jack bittet seine ehemalige Freundin, die Saloon-Sängerin Dolly um Hilfe. Er erfährt, dass McCarty einen Mann ermordet hat, den er zuvor gezwungen hatte, ihm Papiere auszustellen, die ihn als Richter ausweisen. McCarty belauscht das Gespräch und erschießt den gesprächigen Zeugen. Auch der Sheriff hat die Ereignisse verfolgt und will seinem Freund Jack helfen. Auch er wird von McCarty erschossen. Geschickt wälzt der Gangster seine Schuld auf Ballard ab, der nun hilflos und allein gelassen vor den Bewohnern steht. Ballard hat nur eine Chance ...

"Silver Lode" von Regisseur Allan Dwan wurde berühmt als "einer der aufrichtigsten und leidenschaftlichsten Anti-McCarthy-Filme, die Hollywood hervorgebracht hat". Dwan selbst betrachtet ihn nicht als einen politischen Film, sondern als "die satirische Beschreibung einer heuchlerischen Gemeinde. Das Thema hat mir sehr zugesagt: Ein Mann wird aus den falschen Gründen verdammt und aus den falschen Gründen auch wieder rehabilitiert." Dwans großer Western kam zu einem Zeitpunkt in die Kinos, als die Eisenhower-Administration der gefürchteten Inquisition des berühmt-berüchtigten Kommunisten-Jägers ein Ende setzte. Dass er sich nicht vordergründig in seiner tagespolitischen Aktualität erschöpft, macht auch seine Qualität aus.