Die 14-jährige Michaela musste aus ihrem Heimatort fortziehen, weil die Eltern Arbeit als Hausmeister bei einem reichen Villenbesitzer in Hannover gefunden haben. Aber Freunde findet Micha hier nicht. Einzig ihre Klassenkameradin Sandra, die sich von Michas Hang zum Übersinnlichen faszinieren lässt, verbringt Zeit mit ihr. Eines Morgens, kurz nach Verlassen des Villengrundstücks, zerren zwei vermummte Gestalten Micha auf die Rückbank ihres Wagens und entführen das Mädchen. Als Kommissar Borowski den Fall übernimmt, wird ihm schnell klar, dass die Entführer glauben, das Kind reicher Eltern gekidnappt zu haben. Michas Eltern sind geschockt von einer Lösegeldforderung über eine Million Mark. Borowski und seine junge, ehrgeizige Kollegin Anna Wagner brennen darauf, schnell einen Anhaltspunkt zu finden, um das Mädchen zu befreien, bevor die Entführer ihren gefährlichen Irrtum entdecken ...

Seit die ersten Folgen der Krimi-Reihe "Stahlnetz" 1958 ausgestrahlt wurden, gehört die Serie zu den Straßenfegern der deutschen TV-Geschichte. Nach über 30 Jahren Pause griffen 1998 TV-Macher die Krimi-Idee wieder auf und schufen nach ähnlichem Prinzip wie etwa "Tatort" oder "Polizeiruf 110" neue Folgen. In dieser Episode von Markus Imboden ("Der Tote in der Mauer", "Mörder auf Amrum") ist zwar in der Exposition recht langatmig, der Regisseur versteht es dann aber, reichlich Spannung aufzubauen.

Foto: NDR/Romano Ruhnau