Die alleinerziehende Kathi weiß immer noch nicht so recht, was sie eigentlich vom Leben will. So hält sie sich eher schlecht als recht als Schauspielerin über Wasser, verbringt aber letztendlich mehr Zeit bei Castings. Da ihre Mutter eine erfolgreiche Psychiaterin ist, muss sich Kathi ständig von ihr analysieren lassen. Die permanenten Therapie-Vorschläge sorgen für ein angespanntes Verhältnis . Als dann nach Jahren Kathis Vater plötzlich wieder auftaucht, bleiben Konfrontationen zwischen allen Familienmitgliedern unvermeidbar ...

Und wieder ein Film aus Deutschland, der dem Kinogänger das Fürchten lehrt. Hölzerne Hörspiel-Dialoge, holprige Szenenwechsel, schlampige Inszenierung und ein Drehbuch zum Weglaufen. Hier soll offenbar menschliche Unbeholfenheit dargestellt werden, herausgekommen ist dabei lediglich eine filmische. Der letzte Film von Susanne Lothar hätte ein besserer sein dürfen – so bleibt es ein Werk zum Fremdschämen. Trotzdem gewann "Staub auf unseren Herzen", der dffb-Abschlussfilm der aus Köln stammenden Regisseurin Hanna Doose, auf dem 30. Filmfest München 2012 gleich drei Preise: Förderpreis Neues Deutsches Kino, Tele5 Award und den First Steps Award in der Kategorie abendfüllender Spielfilm.



Foto: © Markus Zucker