Roman verbringt sein Großstadtleben leicht verloren mit Partys und Computerspielen. Nebenbei jobbt er für einen Anwalt und digitalisiert Gerichtsakten eines Amoklaufs an einer Provinzschule. Da noch wichtige Papiere fehlen, muss Roman für einige Tage an den Tatort, wo er mit den Aggressionen der traumatisierten Dorfbevölkerung konfrontiert wird. Doch er lernt auch die Schülerin Laura kennen, die den Amoklauf überlebt hat und die ühlen Fakten aus Romans Akten Realität werden lässt. Bald entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Liebe ...

Nach seinem Drama "Distanz", in dem Regisseur Thomas Sieben die Geschichte einer unmöglichen Liebe erzählte, beschäftigt er sich in diesem Mix aus Drama mit den Auswirkungen eines Amoklaufes auf die Umwelt und spinnr darum eine kleine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen. Nach der Drehbuchvorlage, die er zusammen mit Christian Lyra erarbeitete, breitet Sieben in unspektakulären, aber eindringlichen Bildern und in langsamem Erzählfluss nicht nur das Psychogramm eines gestörten Attentäters - ohne das Attentat selbst zu zeigen - aus, sondern thematisiert, wie ein derartiges Erlebnis verarbeitet werden kann. Ein großen Anteil am Gelingen von "Staudamm" hat dabei das Hauptdarsteller-Duo Friedrich Mücke und Liv Lisa Fries mit seinem eindringlichen wie zurückgenommenen Spiel.





Foto: Milkfilm 2012