Im prüden England der Fünfzigerjahre zieht die hübsche Stella mit ihrem Mann Max aufs Land. Dieser hat als Psychiater eine Stelle in einer Heilanstalt bekommen. Da die Ehe der beiden eher aus alltäglicher Routine denn aus tiefer Zuneigung besteht und Stella sich wie hübsches Dekor ihres beruflich erfolgreichen Mannes vorkommt, lässt sich die Schöne mit einem Patienten ein. Dieser tötete in einer Art gewalttätigem Rausch seine Frau. Für Stella beginnt eine verhängnisvolle Affäre, bei der sie keinerlei Rücksicht auf Familie oder gesellschaftliche Zwänge nimmt...

Regisseur David Mackenzie schuf mit dieser Verfilmung eines Romans von Patrick McGrath eher gepflegte Langeweile im Arzt-Roman-Stil als packende Unterhaltung. Die Story erinnert über weite Strecken an Werke wie "Lady Chatterley" oder "Madame Bovary" und zeigt eine Frau, die ihren durch gesellschaftliche Normen bedingte Ketten löst und dadurch in eine unausweichliche Katastrophe zu steuern scheint. Hauptdarstellerin Natascha Richardson (sie produzierte das Herzprojekt auch mit) macht ihre Sache gut, doch an der zähen Erzählweise ändert dies nichts.

Foto: Salzgeber