Die Friseuse Frankie Page plagen rätselhafte und äußerst schmerzhafte Visionen: Sie bekommt Wunden an den Handgelenken und sieht sich von dunklen Mächten ausgepeitscht. Ein Priester, der einen der Vorfälle zufällig in der U-Bahn beobachtet, informiert den Vatikan. Der schickt prompt einen Wunderbeauftragten, der feststellt, dass Frankie echte Stigmata, Jesu Wunden der Kreuzigung, aufweist. Schließlich entdeckt er, dass ein verstorbener Priester in Dämonform in Frankie wütet und das ein verloren geglaubtes Kapitel des Neuen Testaments eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielt ...

"Wunder gibt es immer wieder" lautet eine alte Weisheit. Warum also nicht etwas Derartiges fürs Kino inszenieren, dachte sich wohl Regisseur Rupert Wainwright, zumal Mystery Ende der Neunziger boomte. Hauptdarstellerin Patricia Arquette beweist viel Mut zur Hässlichkeit, wenn auch nicht so derbe wie einst Linda Blair in "Der Exorzist". Gabriel Byrne mimt hier gekonnt den Vatikan-Mann, der der Besessenen verzweifelt zu helfen versucht. Brisanz erhält der Streifen durch die Tatsache, dass der Vatikan auch in Wirklichkeit besagtes Kapitel schon seit Jahrzehnten unter Verschluss hält.

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