Im Jahre 1818 kommt Priester Joseph Mohr nach Oberndorf bei Salzburg, wo Armut und Hoffnungslosigkeit herrschen. Mittels Predigten und Musik auf Deutsch anstatt auf lateinisch will er die Kirche allen Menschen zugänglich machen. Doch solche progressiven Ideen sind seinem Vorgesetzten, Pfarrer Nöstler, ein Dorn im Auge, und er droht Mohr mit disziplinarischen Maßnahmen. Bald steht Mohr vor der Entscheidung, entweder seine Bemühungen aufzugeben und Oberndorf für immer zu verlassen, oder zusammen mit seinem Freund Franz Gruber den Menschen die wahre Bedeutung der Heiligen Nacht näher zu bringen. Und so verwandelt sich am Weihnachtsabend 1818 ein von ihm geschriebenes Gedicht in das bekannteste Weihnachtslied aller Zeiten ...

Der aus dem österreichischen Bregenz stammende Filmemacher Christian Vuissa, der abwechselnd in Dornbirn am Bodensee und im US-Bundesstaat Utah lebt, drehte für das US-Fernsehen nach eigenem Drehbuch dieses filmtechnisch solide inszenierte Werk um das Leben und Schaffen des katholischen Priesters Joseph Mohr (1792-1848). Die zum Teil an Originalschauplätzen eingefangenen Bildern entschädigen aber nicht für die holzschnittartig gezeichneten Charaktere, die zum Teil unfreiwillig komischen Schauspieler-Darbietungen und die seicht-einfallslose Geschichte, die im Fernsehen sicher besser aufgehoben ist als auf der großen Kinoleinwand.



Foto: Rekord-Film