Einst haben Fabrikbesitzer Miron und sein Angesteller Aist die Liebe zu Mirons Frau geteilt. Nun soll Aist dem trauernden Miron bei der Bestattung der soeben verstorbenen Tanja helfen. Er will diese nach der im heutigen Russland fast ausgestorbenen Tradition der heidnischen Merja-Kultur bestattet wissen. Gemeinsam begeben sich die beiden Männer auf eine lange Reise zu dem Fluss, an dem Tanja und Miron einst glücklich ihre Flitterwochen verbrachten. Hier wollen sie den zuvor prächtig geschmückten Körper der Verstorbenen am Ufer des Flusses verbrennen. Unterwegs erinnern sich die beiden Männer nicht nur an ihre Zeit mit Tanja ...

Ein wunderbar melancholischer und dabei augenzwinkernd erzählter Mix aus Drama und Roadmovie des ehemaligen Dokumentarfilmers Alexei Fedorchenko. Mit diversen Ethno- und Erotik-Einschüben sowie in vielen Rückblenden frei nach dem Roman "Goldspecht" von Aist Sergejew in Szene gesetzt, ist dies nicht nur die Geschichte über eine Dreiecksbeziehung, die Liebe, das Leben und den Tod, sondern auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft. Kameramann Mikhail Kritschman gelangen poetische Bilder der russischen Landschaft, die auf dem Filmfestival von Venedig 2011 mit dem Preis für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet wurden, und die hervorragend mit den Dialogen der beiden Männer kontrastieren.



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