Eigentlich wollte der New Yorker Cop John McClane in Moskau nur seinen Sohn Jack aufsuchen. Doch kaum dort angekommen, muss er feststellen, dass Jack gerade den Russen Komarov vor dem Zugriff übler Schergen bewahrt. Komarov könnte mit einer geheimen Akte einen hohen Politiker zu Fall bringen. Der wiederum setzt alles daran, seinen Widersacher samt Akte in seine Hand zu bringen. John McLane erfährt schnell, dass Jack für die CIA arbeitet. Als es ihnen gelingt, den Schlüssel für jenen Tresor, in dem die Akte sein soll, zu besorgen, werden die McLanes und Komarov von den Handlangern des Politikers überrascht. Ihnen gelingt es zwar, den Russen in ihre Gewalt zu bringen, doch die McLanes können sie nicht liquidieren. Da Vater und Sohn wissen, wo der Tresor zu finden ist, machen sie sich auf zum Showdown ins radioaktiv verstrahlte Tschernobyl ...

Apropos verstrahlt: Genau das lässt sich vom Drehbuchautor Skip Woods vermuten. Denn die Geschichte, die er hier abgeliefert hat, ist derart hanebüchener Schwachsinn, an dem einfach nichts stimmt, dass eigentlich nur eines hilft: das Hirn ausschalten, die mitunter starken Actionszenen und ein paar gute Vater-Sohn-Sprüche genießen. Regisseur John Moore merkt man an, dass er als Kameraassistent im Filmgeschäft angefangen hat. Gute Bilder und teilweise atemberaubende Actionszenen bringt er zustande, der Rest (Schnitt, Geschichtsentwicklung und Schauspielführung) ist recht kläglich. Grandios: die dynamische wie fesselnde Musik von Marco Beltrami. Hauptdarsteller Bruce Willis schlüpfte hier 25 Jahre nach seinem ersten John-McClane-Auftritt in "Stirb langsam" zum fünften Mal in die Rolle des harten Kämpfers, der dieses Mal zusammen mit seinem Sohn fightet. Damit dürfte der Weg geebnet sein für "Stirb langsam - The Next Generation". Interessantes am Rande: Yulia Snigir, sie spielt die hübsche Tochter von Sebastian Koch alias Komarov, war als 15-Jährige einst Jugendmeisterin im Schach.



Foto: Fox