Während eines Fußballspiel muss ein Junge mitansehen, wie sein Vaer brutal erstochen wird. Fortan übt sich der Kleine im Umgang mit dem Ball. Zehn Jahre später ist Tiago ein durchaus talentierter Fußballspieler, der allerdings den Weg aus den Favelas von Rio de Janeiro noch nicht gefunden hat. So hängt Tiago lieber mit seinem Kumpel Sabia herum, als auf das Anraten seines Bruders Marcos zu hören und die Schule zu besuchen. Da Sabia eine eine kriminelle Karriere anstrebt, lässt sich auch Tiago davon infizieren, obwohl er immer noch von einer Karriere als Fußballer träumt. Doch einmal in kriminelle Machenschaften verstrickt, scheint es daraus keinen Ausweg mehr zu geben. Und schließlich wird Tiago sogar zum Mörder, als er seinen Freund schützen will...

Nicht ganz so radikal wie "City of God", aber durchaus einfühlsam zeigt auch dieses Teenager-Drama - das Regiedebüt von Alexander Pickl - die ausweglose Situation eines Daseins in den Armenvierteln Rios, die Konfrontation von Kindern mit Kriminalität und Tod. Sieht man die schauspielerischen Leistungen, glaubt man kaum, dass Regisseur Alexander Pickl mit Laien gedreht hat – und das auch noch an Originalschauplätzen.

Foto: Falcom