Scott Hastings begeistert das jüngere Publikum bei einem Tanzwettbewerb mit einigen gewagten neuen Schritten, die er selber erfunden hat. Verbandspräsident Barry Fife ist dagegen empört, ebenso Scotts ehrgeizige Mutter Shirley und seine Partnerin Liz. Nach der ersten Aufregung bestürmen ihn alle, zur "Vernunft" zu kommen und sich mit dem Verband wieder zu arrangieren, um Champion werden zu können. Scott hält jedoch zu der eher unbeholfenen Anfängerin Fran, der sein Aufbegehren gegen Konventionen imponiert, weil sie ähnlich denkt wie er. Die Chance, mit ihr als neuer Partnerin den "Pan-Pacific Grand Prix" zu gewinnen, ist jedoch gering, auch wenn Scott von ihr und ihrer spanischen Familie überhaupt erst lernt, wie man Paso Doble tanzt.

Regisseur Baz Luhrmann, selbst Sohn einer Tanzlehrerin, drehte jenseits schmierig-schmalzigen Tanzfilme wie "Grease" (mit John Travolta und Olivia Newton-John) ein hinreißend-komisches Märchen. "Wer wagt, gewinnt" könnte diese herrlich-verrückt Liebesgeschichte vom hässlichen Entchen (Fran) überschrieben sein, das sich als stolzer Schwan entpuppt und mit ihrem Traumpartner ins hellste Licht tanzt. Luhrmann hatte den Stoff zuvor bereits als Bühnenwerk inzeniert und damit bei internationalen Theaterwettbewerben Preise eingeheimst. Der Film schließlich gewann 1992 in Cannes den Prix de Jeunesse. Tänzer Paul Mercurio debütierte hier als Schauspieler.

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