Auf der Suche nach seinem Vater, der vor vielen Jahren spurlos verschwand, kommt Paul auf eine einsame Insel im kanadischen Neu-Schottland. Hier, am scheinbaren Ende der Welt, ist die junge Rauchine zu Hause, die an diesem unwirklichen Ort mit ihrer Mutter Megan lebt - Fremde sind hier nicht willkommen. Paul, der sich in Rauchine verliebt, findet nur langsam Zugang zu den beiden Frauen. Unheilschwangere Vorahnungen überkommen Paul angesichts von Megans Gewaltausbrüchen, die wie eine Besessene ihre Tochter von der Außenwelt abschirmen will...

Das Langfilmdebüt des Engländers Curtis Radclyffe ist ein Horrorfilm, der mit wenig Dialog auskommt und auf das zurückhaltende Spiel der Darsteller setzt. Darüber hinaus korrespondiert die raue Schönheit der Landschaft Neuschottlands exakt mit der düsteren und zugleich unwiderstehlichen Anziehungskraft, die das weibliche "Trio infernale" ausübt. So gelingt es dem Regisseur, der zuvor zahlreiche Preise für seine Kurzfilme gewann, seinen eigenen Inszenierungsstil zu finden, obwohl Verweise auf berühmte Vorbilder wie etwa David Lynchs Kult-Serie "Twin Peaks" oder Alfred Hitchcocks "Psycho" nicht zu übersehen sind.