David Martinaud arbeitet als Buchhalter einer Fabrik in der französischen Provinz. Seine Kollegen schätzen den ernsten und zurückhaltenden Junggesellen. Jedes Wochenende fährt er angeblich zu seinen kranken Eltern in ein Altersheim. In Wirklichkeit vergräbt er sich dann in seinem Chalet und träumt von einem gemeinsamen Leben mit Lise, die er von Kindheit an kennt. Dass Lise längst verheiratet ist und nichts mehr von ihm wissen will, verdrängt er mit der selben Heftigkeit, mit der er sich um sie bemüht. Seiner Nachbarin Juliette hingegen, ebenso versessen auf ihn wie er auf Lisa, zeigt David die kalte Schulter. Als Lises Mann nach einer Prügelei mit ihm tödlich verunglückt, macht David sich noch mehr Hoffnungen. Lise weist ihn jedoch zurück. David gerät mehr und mehr in einen zwanghaften Spannungszustand, bis seine widerstreitenden Gefühle sich in einer tödlichen Explosion entladen...

Das Psychogramm einer doppelten Leidenschaft nach einer Story von Patricia Highsmith, von Regisseur Claude Miller ausgezeichnet in Szene gesetzt. Dabei konnte er sich mit Gérard Depardieu und Miou-Miou auf zwei außergewöhnliche Darsteller stützen. Bevor der 1942 in Paris geborene Filmemacher selbst Regie führte, arbeitete er als Assistent, Aufnahmeleiter oder Produktionsleiter von Robert Bresson, René Allio, Jean-Luc Godard und François Truffaut. Als Regisseur drehte Miller Filme wie "Das Verhör" (1981), "Das Auge" (1982), "Das freche Mädchen" (1985), "Das Lächeln" (1994), sowie "Das Zimmer der Zauberinnen" (1999).