Sugar heißt eigentlich Cliff und feiert seinen 18. Geburtstag mit Mutter und Schwester. Über das Geschnek seiner Mutter, ein ziemlich dämliches, einfaches Skateboard, kann er sich kaum freuen. Dagegen hält er es mit seiner Schwester, die ihm Wodka, einen Joint und Sex in der Stadt empfiehlt. Das lässt sich Cliff nicht zweimal sagen und macht sich auf die Stricherszene von Toronto, wo er den coolen Stricher Butch kennenlernt. Die beiden werden Freunde und langsam aber sicher gleitet auch Cliff in die Szene der käuflichen Liebe ab. Doch dann kommt es zu einem Vorfall, der die Freundschaft von Cliff und Butch für immer zerbrechen lässt...

Das kühl in Szene gesetzte, machmal etwas aufgesetzt wirkende Untergrund-Drama mit den hervorragend aufspielenden Hauptdarstellern Brendan Fehr und Andre Nobel ist erste die zweite Regiearbeit des Autors und Filmemachers John Palmer, der 1975 mit "Me" in den Kinos debütierte. Der Mitbegründer des Canadian Place Theatre und des Toronto Free Theatre - Palmer ist auch Professor an der "National Theatre School Of Canada“ in Montréal - drehte hier frei nach Motiven aus Kurzgeschichten des schwulen Regisseurs und Autors Bruce LaBruce ("The Raspberry Reich", "Skin Flick"). Für den 1979 in Neufundland geborenen, viel versprechenden Darsteller Andre Noble war "Sugar" einer der letzten Filmauftritte: Er starb Ende Juli 2004 auf Fair Island in Neufundland während eines Campingtrips. Noble hatte den hochgiftigen Blauen Eisenhut, eine Blume, gegessen.

Foto: GM-Films