Ein Hochhausdach bei Sonnenaufgang: Fünf Menschen, die sich nicht kennen, haben sich hier verabredet, um gemeinsam Selbstmord zu begehen. Doch dann kommt alles ganz anders als geplant, denn sie springen nicht. Schließlich verständigt man sich auf einen neuen Termin am gleichen Abend, den Tag will man gemeinsam auf dem Dach verbringen. Aus anfänglicher Distanz und Ablehnung entwickelt sich bald eine ungeahnte Gemeinschaft, die das Leben neu für sich entdeckt ...

Die Lowbudget-Produktion, die aus Geldmangel längere Zeit auf Eis lag, ist das Langfilmdebüt des Kasseler Regisseurs und Autors Olaf Saumer, das er nach einem zusammen mit seinem Bruder Martin geschriebenen Drehbuch in Szene setzte. Saumer nimmt sich in seinem Drama, gleichzeitig sein Abschlussfilm an der Kunsthochschule Kassel, eines durchaus ernsten Phänomens an, das in allen Gesellschaftsschichten bekannt ist: die Selbstmord-Absicht und der oft folgende Freitod. Doch mit der Ernsthaftigkeit ist es nicht weit her in diesem Werk, denn den Holzschnitt artig gezeichneten Charakteren nimmt man ihre Äußerungen und ihre Todessehnsüchte einfach nicht ab, das Drehbuch wird mit fortschreitender Dauer immer alberner, und die platten Wendungen wirken nur noch aufgesetzt und willkürlich. Fazit: Wären die fünf am Anfang gesprungen, hätte man sich über diese vertane Chance nicht ärgern müssen!



Foto: Kinostar