Tarso lebt mit seinem halbwüchsigen Sohn Manuel, der unbedingt professioneller Skater werden will, seit Jahren fern der Heimat in Lissabon. Als Manuels Mutter Petra nach einer Chemotherapie ins Koma fällt, reist er mit seinem Vater ins winterliche Berlin. Bald sehen sich die beiden mit ihrer ungeklärten Vergangenheit konfrontiert, denn Manuel hat seine Mutter nie zuvor gesehen ...

Der aus Portugal stammende und in Berlin lebende Regisseur Hugo Vieira da Silva inszenierte nach eigenem Buch dieses karge, in kalten Bildern eingefangene Drama, in dem sich Vater und Sohn nicht nur den Geistern der Vergangenheit stellen müssen. Vielmehr thematisiert da Silva auch die Beziehung der beiden, die sich eigentlich nicht viel zu sagen haben. Den Bildern des kalten Berlin setzt da Silva die sterilen Bilder des Krankenhauses entgegen, in dem sein junger Protagonist erstmals auf die unbekannte Mutter trifft, die aber nicht mehr als eine menschliche Hülle ist. Mit Dialogen und Musik geht da Silva sehr sparsam um, so dass die entstehende Stille mitunter zur Belastungsprobe werden kann, denn allein die Bilder tragen diesen Kinofilm, an dem sich die Geister scheiden werden, nicht.



Foto: Salzgeber