Im Sommer des Jahres 1974 entdeckt der 12-jährige Dvir in seinem Kibbuz im Süden Israels die seltsame Welt der Erwachsenen und deren Probleme mit den Regeln und Vorgaben des Kolletivs. Seine psychisch kranke Mutter Miri führt ihren Geliebten aus der Schweiz im Kibbuz ein. Doch mit dem gestandenen Herrn haben viele ihre Schwierigkeiten – vor allem die Eltern von Miris verstorbenem Mann...

Leider ist die Alltagsbeschreibung aus einem Kibbuz von Regisseur und Drehbuchautor Dror Shaul (die Geschichte trägt autobiografische Züge) sehr uneinheitlich. Viele Szenen verlaufen im Sande, bleiben ungelöst oder ergeben keinen Sinn. Etwa wenn Dvir durch Zündelei ein großes Feuer entfacht, ergeben sich daraus keinerlei Konsequenzen bzw. bleibt die Tat unbeachtet. Andere Szenen schildern mit Humor und guter Beobachtungsgabe das Leben im Kibbuz. Dies reichte der Berlinale-Jury 2007 immerhin für einen Gläsernen Bären. In seinem Entstehungsland wurde der Streifen sogar als bester Film des Jahres gekürt.

Foto: W-film