Bob Barnes (George Clooney, Foto) gilt bei der CIA als Spezialist für den Mittleren Osten. So hat Bob schon des öfteren im Auftrag seiner Regierung Personen liquidiert, ohne diese Aufträge zu hinterfragen. Als nun der amerikanische Ölkonzern Connex seine Bohrrechte in einem arabischen Emirat durch die Machenschaften des Prinzen Nasir bedroht sieht, weil dieser lieber mit den Chinesen verhandeln will, soll Bob Nasir ausschalten. Doch nachdem Bob durch ein doppeltes Spiel dem Terroristen Mussawi in die Hände gefallen ist und von diesem beinahe selbst getötet wurde, fällt er auch bei der CIA in Ungnade. Erstmals wird ihm klar, dass es nie um politische Entscheidungen ging, sondern dass stets finanzielle Aspekte entscheidend waren. Als er erkennt, dass Nasir in seinem Land demokratische Reformen durchführen will, die dem Volk, aber nicht der US-Industrie dienen und dass er genau aus diesem Grunde sterben soll, will Bob dies verhindern...

Stephen Gaghan (Oscar für das Drehbuch zu "Traffic - Macht des Kartells") seziert in diesem überaus komplexen Politthriller punktgenau die US-amerikanische Machtpolitik, in der es stets um Gewinnpotenzierung und nicht etwa um Durchsetzung demokratischer Werte geht. Am Beispiel persönlicher Schicksale schildert er gekonnt die Verquickungen von Industrie und Politik am Beispiel der Ölwirtschaft. Leider ist das Ganze in ein filmisch nicht gerade hochwertiges Korsett gezwängt worden. Dennoch: die Vivisektion skrupelloser Machtpolitik bietet perfekte Unterhaltung, die zum Nachdenken zwingt. Goerge Clooney erhielt für seine außergewöhnliche darstellerische Leistung als Bob Barnes 2006 den Oscar als bester Nebendarsteller.

Foto: Zorro (Filmwelt)