In dem idyllischen kleinen Ort Saint-Sévère im Herzen Frankreichs bereiten sich die Bewohner auf das sommerliche Schützenfest vor, zu dem auch eine Schaustellertruppe mit aufregenden Attraktionen erwartet wird. Francois, der tolpatschige Dorfbriefträger, hilft wo er kann. Er ist dabei, als die Holzpferde des Karussells abgeladen werden und das Wanderkino aufgebaut wird. Obwohl er in seinem Eifer lauter kleine Katastrophen provoziert, ist ihm niemand wirklich böse. Am nächsten Morgen ist alles schon wieder vorbei. Ruhe und Frieden könnten wieder in Saint-Sévère einkehren, wenn nicht Francois im Wanderkino gesehen hätte, mit welcher Geschwindigkeit ("Rapidité") die amerikanische Post arbeitet. Da will er natürlich nicht nachstehen und beschließt, auch in Saint-Sévère den Fortschritt einziehen zu lassen. Fortan trägt Francois seine Briefe in einer persönlichen "Tour de Force" aus, akrobatische Höchstleistungen inklusive. Die Dorfbewohner sehen ihrem Briefträger und seinem Treiben anfangs belustigt zu. Er radelt im Eiltempo durch den kleinen Ort und überreicht den Leuten auf vielfältige und originelle Art und Weise ihre Post. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, die Briefe auf einer Mistgabel aufzuspießen oder unter einen Kuhschwanz zu klemmen. Aber allmählich geht allen Francois' Hektik auf die Nerven...

Der erste Langfilm des für seine akribische Arbeit bekannten Komikers Jacques Tati hat eine interessante Entstehungsgeschichte. 1947 drehte Tati das Werk in einem neuen, aber untauglichen Farbverfahren, das sich nicht für den Kinoeinsatz eignete. Schließlich wurde der Film nur in Schwarzweiß gestartet. 1963 nahm Tati sich sein "Schützenfest" wieder vor und fügte ein paar dezente, einzeln gesetzte Farbtupfer hinzu. Doch erst moderne Computertechnik ermöglichte es 1994 Tatis Tochter, die urspüngliche Farbversion zu rekonstruieren.